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„Patient Hochrhein“ in gemeinschaftlicher Behandlung

16.12.2020

Fachlicher Austausch zum Zwischenstand des Gemeinschaftsprojekts. Ziel ist die Gewinnung von Ärzten für eine gute ärztliche Versorgung des Ländlichen Raumes. Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller sieht bürokratische Hürden in der Anwerbung und Nachbesetzung in der Praxislandschaft durch die Kassenärztliche Vereinigung. „Es ist mir ein Anliegen, guten Gesundheitsschutz zu gewährleisten.“

Das als „Patient Hochrhein“ betitelte Gemeinschaftsprojekt von Landkreis Waldshut, Kommunen, Ärzten und Kliniken zur Fachkräftegewinnung sieht die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller auf einem guten Weg und zeigt sich zufrieden zum Zwischenstand. „Besonders die gemeinsame Vernetzung des gesamten Landkreises sehe ich als Stärke, um zu einer guten Lösung in der ärztlichen Versorgung zu kommen“, betont die Sozialpolitikerin Hartmann-Müller.
Zu einer Momentaufnahme tauschten sich politische Vertreter im Rathaus Küssaberg mit ärztlichem Fachpersonal aus, um Zwischenbilanz zu ziehen. Linda Metzler vom Gesundheitsamt, die das Projekt federführend mit ihrer Kollegin Anna-Lisa Fischer betreut, bescheinigt „einen guten und zufriedenstellenden Start und Verlauf“. Nach Möglichkeit soll 2021 ein Netzwerktreffen stattfinden, um die stärkere Vernetzung der Beteiligten zu festigen. Ärztin Dr. Wimmer, die für Küssaberg gewonnen werden konnte, attestiert dem Patient Hochrhein den richtigen Ansatz. Eine gute Infrastruktur und Rahmenbedingungen gerade von kommunaler Seite aus seien zur Gewinnung von Ärzten essentiell.
Von Landesseite bewertet Hartmann-Müller die jüngst beschlossene Landarztquote als Erfolg, um auch zukünftig „eine gute Gesundheitsversorgung zu gewährleisten und die Regionen bei Ihren Bestrebungen zu unterstützen“. Gleichzeitig sehen die CDU-Politikerin und die Beteiligten bürokratische Hürden in der Anwerbung und Nachbesetzung seitens der Kassenärztlichen Vereinigung. „Hier gilt es die Praxis der Bedarfsplanung zu überarbeiten, um Rahmenbedingungen besser und flexibler an die Lebenswirklichkeit vor Ort anzupassen“, so die Landtagsabgeordnete abschließend.

Hintergrundinformation:
„Patient Hochrhein“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von Landratsamt, dem Klinikum Hochrhein, weiteren medizinischen Einrichtungen, Ärzten und Kommunen und entstand auf Grundlage einer Studie zur Gesundheitsversorgung im Landkreis Waldshut. Das Ergebnis: Nur wenige Ärzte suchten aktiv nach einem Nachfolger. Auf dieser Basis schlossen sich die Handelnden zusammen, um mit einer gemeinsamen Strategie gezielt Ärzte und medizinisches Fachpersonal für die Region zu gewinnen. Dazu
wurde eine Internet-Plattform aufgebaut, auf der sich der Kreis, die Gemeinden und die Ärzteschaft präsentieren und Unterstützungshilfen anbieten. Diese richten sich an verschiedenste Lebensmodelle (u.a. Single, zu zweit, Familien). Den Interessenten werden dabei zum Beispiel Hilfestellungen bei Kita-Platzsuche, Wohnungssuche etc. angeboten, aber auch der Netzwerkaustausch und die Kontaktpflege stehen im Fokus.


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