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Landes-Offensive zur Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken: Land attestiert Wehratalbahn hohes Fahrgastpotential

04.11.2020

Ergebnisse der Potentialanalyse und neue Fördermöglichkeiten für Kandertal-, Wehratal- und Wutachbahn vorgestellt. Verkehrsministerium bescheinigt Wehratalstrecke hohes Nachfragepotential, Kandertal- und Wutachtalbahn ein mittleres Nachfragepotential. Sabine Hartmann-Müller MdL: „Gute Chance, dass das Land nach einer Reaktivierung der Wehratalbahn die Kosten des Betriebs auf der Strecke vollständig und dauerhaft übernehmen wird.“

Das Landes-Verkehrsministerium hat heute die Potentialanalyse zur Reaktivierung stillgelegter Schienenstrecken in Baden-Württembergbekanntgegeben. Zu den insgesamt 42 untersuchten Strecken zählten drei aus der Hochrheinregion. Auf Basis des zu erwartenden Fahrgastaufkommenswurden die Strecken in vier Kategorien eingeteilt (sehr hoch, hoch, mittel,niedrig).Wie Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller berichtet, bescheinigt das Land insbesondere der Wehratalbahn von Bad Säckingen nach Schopfheim ein hohes Nachfragepotential. Als eine von landesweit zehn Strecken wird für sie ein Fahrgastaufkommen von 750 bis 1.500 Fahrgästen pro Schultag erwartet. „Ich freue mich sehr, dass die Studie des Landes derWehratalbahn ein hohes Fahrgastpotential einräumt. Damit besteht eine gute Chance, dass das Land nach der Reaktivierung die Kosten des Betriebs auf der Strecke vollständig und dauerhaft übernehmen wird“, erklärt die CDU-Abgeordnete. Neben der Wehratalbahn wurden auch die Wutachtalbahn (Lauchringen bis Stühlingen) und die Kandertalbahn (Haltingen bis Kandern) näher untersucht. Neben acht weiteren Strecken im Land wird beiden Strecken ein mittleres Fahrgastpotential bescheinigt. „Sowohl für die Wutachtalbahn als auch für Kandertalbahn wird ein mittleres Fahrgastaufkommen von 500 bis 750Fahrgästen je Schultag erwartet. Das bedeutet, dass das Land in Aussichtstellt, eine Machbarkeitsstudie mit 75 Prozent zu fördern, um so zu klären, ob ein höheres Nachfragepotential möglich ist. Zusätzlich bietet das Land bei einer erfolgreichen Reaktivierung an, dauerhaft 60 Prozent der Kosten des Betriebs auf der Strecke zu übernehmen“, so Sabine Hartmann-Müller. Als Mitglied im Landes-Verkehrsausschuss setzt sich Hartmann-Müller seit Bekanntgabe des Reaktivierungsprogramms eindringlich für dieReaktivierung der Schienenstrecken am Hochrhein ein. „Die Reaktivierung der stillgelegten Wehratalbahn bzw. die Ausweitung der Wutachtalbahn und der Kandertalbahn für den Personennahverkehr würde dem ÖPNV in unserer Region einen immensen Schub geben. Die Förderung dieser Wiederinbetriebnahmen durch das Land wäre gut angelegtes Geld“, betont die Christdemokratin. Die Mittel, so Hartmann-Müller, kommen aus dem Bundesverkehrsministerium, das seine Förderung für den Schienenverkehr deutlich erhöht hat. Zu den jetzt angedachten Streckenreaktivierungen stellt der Bund über das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) eine Förderung von bis zu 90 Prozent der Kosten in Aussicht. Hinzu kommt eine Pauschale für Planungskosten. „Bei der Vergabe der Mittel für den Betrieb ist die zeitliche Reihenfolge der Inbetriebnahme entscheidend. Daher müssen alle Akteure vor Ort jetzt aktiv werden und an einem Strang ziehen, um die Reaktivierung möglichst schnell anzuschieben. Als Mitglied im Verkehrsausschuss werde ich mich weiterhin hierfür einsetzen“, so die Hochrheinabgeordnete abschließend.


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