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Corona-Lage im Landkreis Waldshut: Landtagsabgeordnete im Austausch mit Landrats- und Gesundheitsamt

07.09.2020

Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller bilanziert mit Landrat Dr. Kistler und Gesundheitsamtsleiter Dr. Thoß die erste Corona-Phase und bewertet die momentane Infektionslage. Gutes Krisenmanagement und hohe Einsatzbereitschaft des Gesundheitsamts als Garant dafür, dass der Landkreis vergleichsweise unbeschadet bisher durch die Corona-Epidemie gekommen ist. Hartmann-Müller: „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamts leisten seit März außergewöhnliches und verdienen aller höchste Anerkennung.“

Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour besuchte CDULandtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller das Landratsamt Waldshut. Im Mittelpunkt ihres Austauschs mit Landrat Dr. Martin Kistler und dem Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Jürgen Thoß, stand die CoronaEpidemie. Wie Landrat Dr. Kistler zunächst darlegte, hatte der Landkreis die Akutphase im Frühjahr vergleichsweise glimpflich überstanden und führte dies u.a. auf die sehr gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden sowie den Hilfsorganisationen und dem Klinikum zurück. „Die Kommunikation mit den Kommunen und Behörden hat sehr gut funktioniert und wesentlich dazu beigetragen, dass sich das Infektionsausmaß bei uns im Gegensatz zu anderen Regionen in Grenzen gehalten hat. Die kommunale Selbstverwaltung ist eine Stärke unseres Systems. Landräte und die Bürgermeister wissen, was vor Ort gebraucht wird“, so Kistler. Hierzu merkte Hartmann-Müller an: „Die Corona-Krise war und ist ein Stresstest für das föderale Deutschland. So waren die Einschnitte während des Lockdowns im Frühjahr für uns alle belastend. Sie waren jedoch viel kürzer und deutlich weniger einschneidend als im Rest Europas. Das beweist, dass ein von unten her gebauter Staat auch in einer Krise seine Vorteile hat. Lokale Entscheidungsträger sind nah dran am Geschehen, können dieses einordnen und die notwendigen Schritte in die Wege leiten. In der Corona-Epidemie zeigt der deutsche Föderalismus seine Stärke.“ Aus Sicht von Kistler konnte der Landkreis die Krise so gut bewältigen, weil Verwaltungs-und Führungsstab effizient und gut zusammengearbeitet hätten. Der Landrat hob insbesondere die hervorragende Leistung des Gesundheitsamtes unter Leitung von Dr. Thoß hervor. Wie Thoß der Abgeordneten erklärte, wurde im Gesundheitsamt eine
extra Corona-Arbeitsgruppe gebildet. „Inzwischen gehören der CoronaArbeitsgruppe über 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Dennoch ist eine weitere Personalaufstockung notwendig, denn die Arbeitsbelastung meiner Mitarbeiter ist seit März sehr hoch. Die Stärkung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) durch die Schaffung fünf zusätzlicher Personalstellen ist daher sehr wichtig“, so Thoß. Angekündigt ist eine Aufstockung um zwei Arztstellen und drei weitere Stellen im medizinischen Bereich und im Verwaltungsbereich. Wie Hartmann-Müller ergänzte, will das Land stufenweise 227,5 Stellen neu schaffen. „Die letzten Wochen und Monate zeigen, welch zentrale Rolle die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ÖGD gerade im Bereich des Bevölkerungsschutzes einnehmen. Sie nehmen Anrufe von Bürgern entgegen, koordinieren Testungen, begleiten Erkrankte in Isolation und Menschen in Quarantäne, melden die regionalen Infektionszahlen oder ermitteln Kontaktpersonen mit Ansteckungsrisiko. Diese außergewöhnliche Leistung ist nicht selbstverständlich. Denn sie bedeutet große persönliche und private Entbehrungen sowie eine enorme Arbeitsbelastung. Dr. Thoß und sein Team verdienen hierfür unsere aller größte Anerkennung. Die Aufstockung des Gesundheitsamts um fünf
Stellen ist mehr als gerechtfertigt“, betont die Christdemokratin. Mit Blick auf die wieder steigenden Infektionszahlen und dem anstehenden Herbst geht Thoß von einer wieder stärker steigenden Zahl an Covid-19 Infektionen aus. Im Gegensatz zum Frühjahr sei man aber mittlerweile deutlich besser mit Schutzausrüstung ausgestattet. Der Landkreis hat selbst für die Schutzausrüstung gesorgt. Dies mit einer aufwändigen Beschaffungsaktion, die Führungs-und Verwaltungsstab koordiniert haben. Hierzu informierte Hartmann-Müller Kistler und Thoß, dass das Land seine Beschaffungsstrategie geändert habe. „In den ersten Wochen der Corona-Epidemie war die Maskenbeschaffung nur unter erschwerten Bedingungen im Ausland möglich. Das lag vor allem daran, dass der Anteil an asiatischer Schutzausstattung mit einem Anteil von 90 Prozent zu hoch lag. Eine der Lehren aus der Corona-Pandemie ist die größere strategische Unabhängigkeit Baden-Württembergs bei der Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung“, stellte die CDULandtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller abschließend fest.

Sabine Hartmann-Müller MdL im Austausch mit Landrat Dr. Martin Kistler und dem Leiter des Gesundheitsamts Waldshut, Dr. Jürgen Thoß.

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