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Corona-Lage in baden-württembergischen Krankenhäusern

23.04.2020

Arbeitskreis „Soziales“ der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg informiert sich per Videokonferenz im Gespräch mit der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG). Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus im Land im Mittelpunkt

Gemeinsam mit den Mitgliedern des Arbeitskreis Soziales der CDU-Landtagsfraktion Baden-Württemberg hat sich Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller über die aktuelle Corona-Lage in den baden-württembergischen Krankenhäusern informiert. Der Videokonferenz zugeschaltet war der Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Matthias Einwag.
Einwag berichtete, wie sich die Einrichtungen im Land organisatorisch auf die aktuelle Lage eingestellt haben und gab zudem einen Überblick zu den aktuellen Infektionszahlen im Land. „Es ist uns in Baden-Württemberg gelungen, die Zahl der Beatmungsplätze seit Anfang März erheblich auszubauen. Damit liegt das Land mit den Bestellungen insgesamt über dem Zielwert von 5.500 Betten mit Beatmungskapazität. Mit den getätigten Bestellungen kann der Bedarf an nötigen Beatmungsgeräten derzeit gedeckt werden“, erklärt die Sozialpolitikerin vom Hochrhein.
Gleichzeitig wurde im Dialog mit der BWKG aber auch deutlich, dass die baden-württembergischen Kliniken in besonderem Maße von den durch die Pandemie hervorgerufenen Veränderungen betroffen sind. So orientiert sich der vom Bundestag beschlossene Rettungsschirm für die Krankenhäuser an bundesweiten Durchschnittswerten. Für den Südwesten sei diese Regelung nachteilig, so Einwag. „Unsere Krankenhäuser haben seit Jahren das Problem der Unterfinanzierung, weil Baden-Württemberg Hochlohnland ist. Auch wenn die Kliniken pro ausgefallenem Behandlungstag eine Pauschale von 560 Euro vom Bund erhalten, so ist dies unstreitig nicht kostendeckend. Insgesamt müssen wir mit corona-bedingten Einnahmeverlusten von rund 700 Millionen Euro für baden-württembergischen Krankenhäuser rechnen. Aus meiner Sicht muss hier nachgebessert werden. Wir dürfen die Kliniken bei dieser Aufgabe nicht allein lassen“, mahnt Hartmann-Müller.
Von Nachbesserungen würden vor allem die Krankenhäuser am Hochrhein profitieren. So würden die Gehaltsdifferenzen zwischen Deutschland und der Schweiz sich nachteilig auf den Erhalt der medizinischen Versorgung auswirken. „Die Gehaltsdifferenz zur unmittelbar angrenzenden Schweiz ist erheblich. Das belegen immer wieder meine Gespräche wie etwa mit dem Klinikum Hochrhein. Die Krankenhäuser am Hochrhein sind deshalb doppelt betroffen von dem Problem der Unterfinanzierung. Dieser Aspekt muss künftig stärkere Beachtung finden“, so die Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller abschließend.


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