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Leibstadt: Maßnahmen zur Qualitätssicherung.

22.10.2019

Nach Fälschung von Prüfungen an Strahlenmessgeräten hat das Kernkraftwerk Leibstadt Maßnahmen ergriffen. Schweizer Atomaufsicht begleitet die Maßnahmen. CDU-Bundestagsabgeordneter Felix Schreiner und CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller fordern wachsames Auge von deutscher Seite.

Die Nachricht, dass Prüfprotokolle von Strahlenmessgeräten im Kernkraftwerk Leibstadt gefälscht wurden, hat das Vertrauen in die nukleare Sicherheit der Atomanlage massiv beschädigt. Diese Meinung vertritt auch das Landesumweltministerium in Stuttgart. Das hat Umweltminister Franz Untersteller gegenüber der CDU-Landtagsabgeordneten Sabine Hartmann-Müller und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner nochmals bekräftigt.
Wie Untersteller auf Nachfrage den CDU-Abgeordneten näher erläutert, habe den Untersuchungsergebnissen zufolge, ein Mitarbeiter die Prüfprotokolle von 168 Strahlenmessgeräten gefälscht. Als Reaktion habe das Kernkraftwerk Leibstadt Maßnahmen zur Qualitätssicherung ergriffen. Die Maß-nahmen werden von der eidgenössischen Atomaufsichtsbehörde verfolgt. Es handele sich dabei z. B. um die Stärkung der Aufsichtsfunktion von Vorgesetzten oder die Einführung eines Jobrotationssystems. „Ich erwarte, dass darüber hinaus an weiteren Verbesserungen gearbeitet wird“, betont Felix Schreiner. Es dürfe nicht auf eventuelle neue Unregelmäßigkeiten und Pan-nen gewartet werden. Ähnlich äußert sich Sabine Hartmann-Müller: „Bei einer derart wichtigen Einrichtung wie ein Atomkraftwerk, ist ein solcher Vorfall nicht sehr vertrauenswürdig. Ich erwarte deshalb, dass die Schweiz die Konsequenzen aus dem Vorfall zieht und die Kontrollmaßnahmen beim Atomkraftwerk Leibstadt verschärft“, erklärt die Landtagsabgeordnete.
Die beiden CDU-Abgeordneten fordern darüber hinaus eine tiefgreifendere Zusammenarbeit beider Länder zu Fragen der nuklearen Sicherheit: „Wir brauchen einen besseren Austausch zwischen den schweizerischen und deut-schen Behörden. Deshalb begrüßen wir die Zusage von Umweltminister Untersteller, dass er die Umsetzung und die Wirksamkeit der beabsichtigten Maßnahmen der Schweizer Aufsichtsbehörde, aufmerksam begleiten wird. Schließlich geht es hier um existenzielle Fragen der südbadischen Bevölkerung“, betonen Felix Schreiner und Sabine Hartmann-Müller abschließend.


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