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Aus der Lauffenmühle: CDU-Abgeordnete bitten Wirtschaftsministerin um Unterstützung für Mitarbeiter und Gemeinde Lauchringen.

20.05.2019

Bundestagsabgeordneter Felix Schreiner und Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller im Gespräch mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Die Landesministerin sagt Unterstützung für die Gemeinde Lauchringen zu.

Dass die seit über 180 Jahren beständige Lauffenmühle in Lauch-ringen in die Insolvenz geht und vor dem endgültigen Aus steht, ist eine bittere Nachricht für die beiden CDU-Abgeordneten Felix Schreiner und Sabine Hartmann-Müller. Die Nachricht des endgültigen „Aus“ haben sie mit Fassungslosigkeit und Enttäuschung entgegengenommen. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Schäuble und Geschäftsführer Werner Ritzi kamen die CDU-Abgeordneten mit Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut (CDU) in Stuttgart zusammen. „Bis zuletzt hatte ich gehofft, dass doch noch eine Lösung gefunden werden würde. Das Aus der Lauffenmühle ist eine sehr traurige Nachricht für Lauchringen und den gesamten Hochrhein“, so die Landtagsabgeordnete. Auch Felix Schreiner hatte bis vor wenigen Tagen die Hoffnung nicht aufgegeben, dass es irgendwie doch weitergehen könne. So habe sich der CDU-Bundestagsabgeordnete auf Bitten des Betriebsrates der Lauffenmühle mit einem Schreiben an potentielle Investoren gewandt um für eine Übernahme zu werben. „Ich habe bisher keine Antwort darauf erhalten und befürchte, ich werde auch keine Antwort erhalten“, so der Lauchringer Politiker,
Geschäftsführer Werner Ritzi zeigte die umfangreichen Bemühungen auf, welche die Firma Lauffenmühle in den vergangenen zwei Jahren unternommen hatte, um den Bestand des Betriebes zu sichern. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zeigte sich betroffen. „Die Insolvenz des Unternehmens ist ein herber Rückschlag für die Region, vor allem aber für die Arbeitnehmerin-nen und Arbeitnehmern mit ihren Familien“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Auch die Gemeinde stehe vor großen Herausforderungen unterstrich die CDU-Politikerin. „Auch wenn wir uns alle einen Weiterbetrieb der Lauffenmühle gewünscht hätten, müssen wir jetzt den Tatsachen ins Auge schauen und den Blick nach vorne richten“, so Lauchringens Bürgermeister Thomas Schäuble.
Die CDU-Abgeordneten Felix Schreiner und Sabine Hartmann-Müller sowie Bürgermeister Thomas Schäuble baten die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut um Unterstützung bei der Bewältigung der Herausforderungen. Im Mittelpunkt der Bemühungen müssten nun die Beschäftigten sehen, die unausweichlich ihren Job verlieren werden. Hier sei es nun im Einzelfall wichtig, Lösungen zu finden und möglichst viele der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in neue Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Die Arbeitsagentur hat dazu eigens ein Büro im Unternehmen eingerichtet und ist mit Mitarbeitern vor Ort. Bürger-meister Thomas Schäuble sagte hierzu auch die Unterstützung der Gemeindeverwaltung zu und bat die regionalen Unternehmen um Mithilfe: „Jedes Unternehmen, das Fachkräfte sucht, kann sich direkt bei mir melden“, so Lauchringens Bürgermeister.
Auch die politische Gemeinde Lauchringen steht nun vor immensen Herausforderungen. So müssten Überlegungen gemeinsam mit dem Gemeinderat getätigt werden, wie es mit dem rund 6,5 ha großen Betriebsgrundstück weitergehe und wie das Areal sinnvoll und zukunftsfähig neu ausgerichtet werden könne. Erste Gedanken aus Lauchringen zielten auf Wohnungsbau, aber auch die Ansiedlung neuer Unternehmen sowie die Weiter- oder Nachnutzung bestehender Gebäude. „Auf dem Betriebsgelände sollen wieder Arbeitsplätze entstehen. So könnte ein Start-up-Zentrum auf dem Werksgelände eine Verbindung von Tradition und Moderne schaffen“, so Bürgermeister Thomas Schäuble. Für Felix Schreiner, der auch Mitglied des Gemeinderates ist, stehen langfristige Überlegungen im Mittelpunkt: „Bei der Lauffenmühle handelt es sich um das Herzstück unserer Gemeinde. Wir müssen uns die Zeit nehmen und mit den Eigentümern nach Lösungen zu suchen“, so Felix Schreiner.
Hinsichtlich des Erhalts und der Umnutzung der zum Teil denkmalgeschützten, das Areal prägenden Gebäude wird sich auch die Landesdenkmalpflege beratend einbringen, um innovative zukunftsfähige Lösungen voranzubringen.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sicherte bei der Umsetzung dieses richtungsweisenden Vorhabens ihre vollste Unterstützung zu und verwies auch auf die Förderprogramme der städtebaulichen Erneuerung. „Uns ist wichtig, dass wir die sozialen Auswirkungen der Insolvenz in unserer Gemeinde auffangen und zum Guten wenden“, so die CDU-Abgeordneten Felix Schrei-ner und Sabine Hartmann-Müller. Nach der niederschmetternden Nachricht gehe es darum, eine Perspektive zu entwickeln.


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